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10. GEO-Tag der Artenvielfalt im Bayerischen Wald

 

Wo Deutschland am wildesten ist, fand am 14. Juni 2008 die Hauptveranstaltung des 10. GEO-Tags der Artenvielfalt statt: im Nationalpark Bayerischer Wald. Rund 1600 verschiedene Arten wurden gefunden, darunter außergewöhnliche Glanzlichter.


Neben Urwaldresten wie der Mittelsteighütte kartierten die Experten auch die großen Totholzflächen am Lusen. Der in diesen Flächen ablaufende Prozess von Vergehen und Entstehen eines Waldes bietet neben eindrucksvollen Bildern auch die Chance für einen Neuanfang. Denn gerade hier entstand in den letzten Jahren eine beeindruckende Artenvielfalt. Trotz eines Kälteeinbruchs Mitte Juni wurden circa 1600 Arten aufgenommen. Ein eindrucksvoller Beleg, dass in Deutschland zur Erhaltung der Artenvielfalt dringend mehr Wildschutzgebiete gebraucht werden.

 

Bienenfresser, Steinadler, Habichtskauz

Neben der reinen Artenzahl von 1600 wurden einige Neufunde für den Nationalpark entdeckt. Prominentes Beispiel ist der Bienenfresser, der erstmals am Lusen entdeckt wurde. Auch die Sichtung von Weißrückenspecht oder eines Habichtskauzes samt Jungvögeln sorgte für Freude.
Eine kleine Sensation war der Fund des Duftenden Feuerschwammes (Phellinus pouzarii), eines Pilzes, der weltweit bislang nur achtmal nachgewiesen wurde. In Deutschland kommt er nur hier vor. Der Grund dafür ist einfach: er wächst nur an über 300-jährigen Tannen, die sich in der so genannten Finalphase befinden, in der sich Holzteile mit dem Finger ablösen lassen.

 

Vielfalt durch Geschehenlassen

Dieser Pilz steht stellvertretend für viele weitere bedrohte Tier- und Pflanzenarten, die im Nationalpark Bayerischer Wald eine erfolgreiche Rückkehr feiern. Denn erst durch das Zulassen der Borkenkäfermassenvermehrung gemäß dem Nationalpark-Motto "Natur Natur sein lassen" entstand innerhalb kürzester Zeit eine unglaubliche Fülle an Strukturen, die in den heimischen Wirtschaftswäldern nicht mehr entstehen können. Auch das Alter des Waldes spielt eine Rolle: Neueste Forschungsergebnisse zeigen auf, dass man erst ab 200 Jahren guten Gewissens von einem „echten“ Wald sprechen kann.

 

Mehr Mut zur Wildnis

Der Bund Naturschutz, für den Jens Schlüter die Hauptveranstaltung des Tages der Artenvielfalt organisiert hatte, fordert deshalb mehr Mut, um endlich neue Großschutzgebiete auszuweisen und Wälder wieder alt werden zu lassen. Gerade die Bayerische Staatsregierung könnte hier mit einem neuen „Nationalpark Steigerwald“ Maßstäbe setzen. Ebenso ließe sich den Flüssen – wie in anderen Ländern längst üblich – mit intelligenten Konzepten wieder mehr Platz geben und so neben dem Artenschutz auch aktiv Hochwasserschutz betreiben.

 

Der Artenvielfalt auf der Spur

Wie bei den neun vorherigen Tagen der Artenvielfalt waren auch dieses Jahr alle Naturfreunde in Deutschland und den Nachbarländern aufgerufen, innerhalb von 24 Stunden in einem selbst festgelegten Gebiet möglichst viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten zu entdecken. Gesucht wurde überall: im Schulgarten, auf der Wiese, im Feldgehölz, am Flussufer oder in der Kiesgrube. Das diesjährige Schwerpunktthema war "Vielfalt in Schutzgebieten" - wie Artenvielfalt in großen (und kleinen) Schutzgebieten erhalten und gefördert wird.

 

GEO und BUND

Für die eigene Arten-Suche hatte GEO bereits Ort und Partner festgelegt: Erstmals gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) nahmen die Reporterteams im Jubliäumsjahr den Nationalpark Bayerischer Wald unter die Lupe. An der Hauptveranstaltung zum 10. GEO-Tag der Artenvielfalt am 14. Juni 2008 nahmen über 100 geladene Experten teil. Zentraler Ort der Veranstaltung war das Informationszentrum Haus zur Wildnis in Ludwigsthal bei Zwiesel.

 

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